Mit dem aktuellen Klimaschutzpaket des Bundes haben sich die Vorgaben für Bauwillige deutlich verschärft. Entsprechend hoch ist der Investitionsbedarf für energieeffizientes Bauen und Renovieren. Wer dabei von öffentlichen Mitteln profitieren möchte, sollte sich frühzeitig informieren. Vergeben werden diese Gelder über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit ihren verschiedenen Förderprogrammen.

Auch wenn Banken ihre Kunden beim Finanzierungsgespräch über die Möglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau informieren müssen, lohnt es auch selbstständig einen Blick auf die aktuellen Konditionen der KfW Bauförderung zu werfen. Anträge auf Darlehen oder Investitionszuschüsse können allerdings nicht persönlich eingereicht werden, sondern nur über Kreditinstitute oder andere Finanzvertriebe.
Kernbereiche der Förderung sind das „Ökologische Bauen“, das CO2-Gebäudesanierungsprogramm sowie das Programm „Solarstrom erzeugen“. Alle drei bieten günstige Zinssätze und meist flexiblere Zahlungsbedingungen als übliche Baudarlehen. So ist zum Beispiel eine vorzeitige Tilgung kostenfrei möglich. Der einzige Haken für Bauherren: die Kreditsumme ist begrenzt, so dass in der Regel für größere Projekte weitere Finanzquellen nötig sind.

Da die KfW Bauförderung einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten möchte, hat sie zudem strenge Richtlinien zur Kreditvergabe. Maßgeblich hierfür ist die Energiesparverordnung EnEV. Wer beim Bau oder der Sanierung seiner Immobilie ein besonders hochwertiges Niveau erreicht, kann mit höheren Zuschüssen rechnen als Bauherren, die einen niedrigeren Standard anstreben.

Um die Einhaltung von Grenzwerten zu bestätigen, zum Beispiel bei der Energie- und CO2-Bilanz eines Hauses, müssen Kreditnehmer entsprechende Gutachten einreichen. Da die Einspareffekte vor allem von der fachgerechten Bauweise abhängen, gewährt die KfW einen Zuschuss für eine Beratung und die nachfolgende Baubegleitung. Die Höchstsumme hierfür beträgt 1000 Euro pro Wohneinheit. Angesichts steigender Energiepreise sollten Bauherren allerdings schon aus Eigeninteresse auf kostensparende und zukunftsfähige Haustechnik achten.

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